Erpressung, Freiheitsstrafe, Raub, Diebstahl, Anklage, Anzeige, Polizei, Vernehmung, Beschuldigter, Revision, Berufung, Urteil, Befangenheit, Gewalt, Drohung, Rechtsanwalt, Strafverteidiger, Gericht
RA Ulrich Dost-Roxin

Die Erpressung

Bei einer Erpressung (§ 253 StGB) liegt die angedrohte Freiheitsstrafe bei bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.

Es gibt also viel zu verlieren oder eben auch zu gewinnen. Das gehört in anwaltliche Hände. Nur über einen Rechtsanwalt ist eine optimale Strafverteidigung zu erreichen.

Was ist eine Erpressung?

Der Tatbestand der Erpressung schützt die Freiheit der Willensbetätigung. Das Individuum soll davor geschützt werden, Dinge tun zu müssen, die es nicht möchte. Das Gesetz spricht hier vom Nötigungserfolg. Der Tatbestand besteht darin, dass ein Täter einen anderen Menschen dazu nötigt etwas zu tun oder zu unterlassen, was derjenige nicht möchte. Dabei muss dann ein Vermögensschaden entstehen.

Dies liegt beispielsweise vor, wenn ein Täter eine andere Person mit vorgehaltener Pistole nötigt, eine Überweisung auf ein eigenes Konto zu tätigen. Der Vermögensschaden entsteht beim Opfer dadurch, dass er das Geld nicht mehr zur Verfügung hat. Der Nötigungserfolg liegt in der erfolgten Überweisung, die das Opfer nicht getätigt hätte, wenn der Täter nicht mit der Waffe gedroht hätte.

Wie kann der Verteidiger helfen?

Als Verteidiger lässt sich besonders gut an der fraglichen Vermögensschädigung ansetzen. Auch hier ist ähnlich wie beim Raub ein kausaler Zusammenhang von erpresserischer Handlung und dem Vermögensschaden nötig ähnlich wie beim Betrug. Diese lässt sich aber nicht immer zweifelsfrei nachweisen. Um Sie davon zu beschützen, dass das Gericht darüber hinweg geht, kann Ihnen ein kompetenter Anwalt zur Seite stehen und Ihre Rechte im Strafverfahren wahrnehmen. Gerade in Bezug auf das angedrohte Strafmaß, ist es sinnvoll, sich auch bei schwieriger Beweissituation einen Rechtsbeistand zur Hilfe zu nehmen, der Sie unterstützt und auf Ihrer Seite steht.