Rechtsanwalt, sexuelle Nötigung, Anwalt, Strafrecht, Berlin
Rechtsanwalt Ulrich Dost-Roxin

Die sexuelle Nötigung

Die sexuelle Nötigung zieht eine Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe nach sich. Sie ist in § 177 StGB gemeinsam mit der Vergewaltigung geregelt. Geldstrafe ist nicht vorgesehen. Bei einem besonders schweren Fall liegt die Mindeststrafe bei 2 Jahren, unter bestimmten Voraussetzungen nicht unter 3 Jahren Freiheitsstrafe.

Was bedeutet sexuelle Nötigung

Von sexueller Nötigung sprechen die Juristen dann, wenn Gewalt oder Drohung „im Spiel“ ist. Auch die Ausnutzung einer schutzlosen Lage des Opfers kann relevant sein. Diese Nötigungsmittel werden eingesetzt, um beim Opfer die vom Täter angestrebten sexuellen Handlungen zu erzwingen.

Gewalt als Mittel sexueller Nötigung

Die Gewaltanwendung kann bereits dann vorliegen, wenn z.B. „nur“ die Hände festgehalten werden, um sexuelle Handlungen zu erzwingen.

Drohung als Mittel sexueller Nötigung

Hierbei muss eine gegenwärtige Gefahr entweder für Leib oder Leben des Opfers hervorgerufen werden. Diese Gefahr kann sich auch gegen eine dem Opfer nahe stehende Person richten.

Schutzlose Lage als Mittel sexueller Nötigung

Wenn z.B. der Täter das Opfer in einem Raum einsperrt, um so sexuelle Handlungen zu erzwingen, wird von einer schutzlosen Lage des Opfers ausgegangen.

Die Verteidigertätigkeit des Anwalts

Sobald bekannt wird, dass ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, sollte ein Strafverteidiger beauftragt werden. Denn über ihn erhalten Sie Akteneinsicht. Aus den Akten lässt sich erfahren, was Ihnen konkret zur Last gelegt wird. Der Anwalt prüft auch, ob die Vorwürfe überhaupt zu beweisen sind. Denn nicht jede behauptete Vergewaltigung erweist sich als wahr. Meine Praxiserfahrung in den letzten Jahrzehnten hat mich gelehrt, solche Behauptungen äußerst kritisch zu hinterfragen. Es gibt keine verlässlichen Statistiken. Aber die Dunkelziffer falscher Anzeigen dürfte hoch sein. Denn die Androhung, eine (unzutreffende) Strafanzeige zu erstatten, soll und kann ein „nötigendes Wunder“ bewirken. So kann damit auf einen anderen Druck ausgeübt werden. Etwa bei einer Ehescheidung. Sie erwartet höhere Zahlungen als er ihr zugestehen will. Deshalb droht sie ihm mit einer Strafanzeige. Oder die Strafanzeige ist die Rache für einen Seitensprung. Und schon hat er es mit dem Vorwurf der Vergewaltigung zu tun.

Strafverteidiger mit Erfahrung und Erfolg

Ich verteidige Sie mit langjähriger Berufserfahrung. Deshalb bin ich auch in der Revisionsinstanz bis zum Bundesgerichtshof tätig. Hier finden Sie eine Auswahl von Prozessen, in denen ich für meine Mandanten erfolgreich war.

Die sexuelle Nötigung ist kein Kavaliersdelikt. Deshalb stehe ich Ihnen gerne zur Seite. Einen Termin können Sie über das Sekretariat vereinbaren.